Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland

 

Grundlage

Die Staatsministerin des Bundes für Kultur und Medien, die Staatsministerin im Auswärtigen Amt für internationale Kulturpolitik, die Kulturministerinnen und Kulturminister, die Kultursenatorinnen und -senatoren der Länder sowie die Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Spitzenverbände haben am 16. Oktober 2019 die Einrichtung einer "Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland" beschlossen. Damit wird ein zentraler Inhalt der "Ersten Eckpunkte zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten" umgesetzt.

Aktuelles

"3-Wege –Strategie": Länder, Bund und kommunale Spitzenverbände verabschieden Digitalisierungsstrategie für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, der Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt, Andreas Görgen, die Kulturministerinnen und -minister, die Kultursenatorinnen und -senatoren der Länder sowie die Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Spitzenverbände haben im 13. Kulturpolitischen Spitzengespräch am 14. Oktober 2020 eine "3-Wege-Strategie" zur Erfassung und digitalen Veröffentlichung von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland verabredet.

Zu den vereinbarten Maßnahmen gehören zum einen die Schaffung eines zentralen Zugangs zu bereits digital erfasstem Sammlungsgut, zum anderen die digitale Grunderfassung und Veröffentlichung einschlägiger Bestände sowie die Erarbeitung von Standards für die langfristige digitale Verfügbarmachung gemeinsam mit den Herkunftsstaaten, Herkunftsgesellschaften und der Diaspora in Deutschland. Erprobt wird die Strategie zunächst mit ausgewählten Einrichtungen unter Einschluss wissenschaftlicher Sammlungen.

Ausgangspunkt für die 3-Wege-Strategie sind die im März 2019 von Ländern, Bund und kommunalen Spitzenverbänden in den Ersten Eckpunkten zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten festgelegten Handlungsfelder und Ziele. Die "3-Wege-Strategie" soll im Rahmen einer Pilotphase zunächst mit ausgewählten Einrichtungen unter Einschluss wissenschaftlicher Sammlungen erprobt werden. Die Umsetzung wird von der Bund-Länder-AG gesteuert. Die Koordinierung erfolgt durch die gemeinsam errichtete "Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland".

Das Dokument zur "3-Wege-Strategie" finden Sie hier

 

Trägerschaft & Finanzierung

Die Kulturstiftung der Länder wird administrativer und organisatorischer Träger der "Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland" im Verbund mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, der vom Auswärtigen Amt geplanten und finanzierten Agentur für Internationale Museumskooperationen und den kommunalen Spitzenverbänden. Die Kontaktstelle wird je zur Hälfte von den Ländern und dem Bund finanziert und nimmt voraussichtlich im zweiten Quartal 2020 ihre Arbeit auf. Sie soll zunächst in einem dreijährigen Pilotprojekt erprobt und vor Ende der Projektlaufzeit evaluiert werden.

Aufgaben

Die Kontaktstelle richtet sich insbesondere an Personen und Institutionen aus den Herkunftsstaaten und Herkunftsgesellschaften. Sie soll die erste Anlaufstelle für alle Fragen zu Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland sein. Dabei soll sie im Wesentlichen folgende Aufgaben erfüllen:

  • Information und Beratung zu Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland und verwandten Themen
  • Einzelfallbezogene Weiterleitung von Anfragen
  • Vernetzung von Personen und Institutionen sowie der Aufbau von Netzwerken
  • Sammlung, Strukturierung, Dokumentation, Veröffentlichung und statistische Auswertung von Daten und Informationen
  • Unterstützung der Bund-Länder Arbeitsgruppe zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten bei der Konkretisierung und Weiterentwicklung der in den "Ersten Eckpunkten" festgelegten Handlungsfelder und Ziele

Gremien

Als ihr zentrales Steuerungs- und Aufsichtsgremium legt die Bund-Länder-AG die inhaltlichen Schwerpunkte und strategischen Ziele der Aufgaben der Kontaktstelle fest. Eine gemeinsame Rahmenerklärung der Verbundpartner beschreibt die Ziele und den Gegenstand der Zusammenarbeit sowie die Zuständigkeiten und Aufgaben der Beteiligten. Zur Abstimmung der Kooperationspartner und um die Kontaktstelle bei ihrer Arbeit sowie die Kulturstiftung der Länder bei der Trägerschaft zu unterstützen, wird zudem ein Verbundausschuss gebildet.

Lesen Sie hier das ausführliche Konzept für die Errichtung und Ausgestaltung einer Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland.

Kontakt

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Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland
c/o Kulturstiftung der Länder
Lützowplatz 9, 10785 Berlin
E-Mail: contact@cp3c.de

Förderung

Auswärtiges Amt Die Beauftragte der bundesregierung für Kultur und Medien